Siedlergemeinschaft

Heute bin ich zur Vorstandssitzung der Siedlergemeinschaft Fockbek eingeladen. Wir treffen uns um 19:00 Uhr im Weinbek. Neben der Vorsitzenden Andrea Heidenreich sind sieben Vorstandsmitglieder anwesend. Ich freue mich darauf, etwas über den traditionellen Verein zu erfahren.

Die Siedlergemeinschaft wird in diesem Jahr sechzig Jahre alt und Andrea ist erst kürzlich zur ersten Vorsitzenden gewählt worden. Seit dem Bestehen ist sie erst die dritte Vorsitzende, was die Kontinuität in der Vorstandsarbeit widerspiegelt. Die anwesenden Damen und Herren können überwiegend auf eine Mitgliedschaft von 45 bis 50 Jahren zurückblicken.

In Fockbek gehören zurzeit 240 Personen zur Siedlergemeinschaft. Die Tendenz der Mitgliederzahl ist leider rückläufig und das Durchschnittsalter hoch. Es fehlt der Nachwuchs.

Besonders die Siedlerfrauen sind aktiv. Sie treffen sich alle zwei Wochen am Montagabend mit einen guten Dutzend Frauen zum Basteln und Handarbeiten in den Räumlichkeiten der Paulus-Kirche. Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden auf dem Frühjahrs- und Herbstmarkt verkauft.

Außerdem organisieren die Siedler halbjährlich einen Seniorenkaffee, der ebenfalls in der Paulus-Kirche stattfindet. Die Frauen backen selbst die Kuchen und Torten, decken die Tische für die 90 Gäste saisongerecht ein und servieren dazu Kaffee und Tee.

Diese Nachmittage erfahren eine sehr große Resonanz. Da im Vorwege keine Anmeldung erforderlich ist, sind die Siedlerfrauen immer wieder positiv überrascht, wie gut dieses Angebot zum Klönschnack bei Kaffee und Kuchen angenommen wird.

Die Siedlergemeinschaft bietet über den übergeordneten Verband https://www.verband-wohneigentum.de/schleswig-holstein/on43872 Informationsveranstaltungen zum Thema „Garten“ an. Als eigenes Angebot in Fockbek können sich Mitglieder zum Beispiel einen Vertikultierer und eine 10-Meter-Leiter ausleihen.

Die Bedeutung des Gartens hat sich über die letzten Jahrzehnte erheblich verändert. Wo früher große Grundstücke mit Nutzgärten und Viehhaltung normal waren, sind die Grundstücke heute deutlich kleiner und möglichst pflegeleicht gehalten.

Wir sind uns einig, dass jüngere Mitglieder von der großen Erfahrung der älteren profitieren könnten. Das Wissen über Pflanzen und Schädlinge wird wieder vermehrt nachgefragt, insbesondere weil auch das Bewusstsein über das Insektensterben steigt.

Ich bin dankbar, dass ich viel in dieser gemütlichen Runde über die Siedlergemeinschaft erfahren habe. Die Arbeit der Siedlergemeinschaft ist nach wie vor sehr wichtig für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde.


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