Seniorenbeauftragte im ev. Kirchengemeinderat Fockbek

Heute Nachmittag treffe ich mich mit Nina Moder, die im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Aufgaben im Kirchengemeinderat als Seniorenbeauftragte tätig ist.

Ich bin mir sicher, dass wir viele Gesprächsthemen finden werden und freue mich auf den Termin. Ich sehe mich gleich nach der freundlichen Begrüßung bestätigt. Hier erfahre ich vieles über die Kirchenarbeit, über die wir uns im täglichen Leben kaum Gedanken machen.

Die Kirchengemeinde Fockbek besteht organisatorisch aus den Kirchen Fockbek, Nübbel und Alt Duvenstedt. Der gemeinsame Kirchengemeinderat wurde Ende 2016 gewählt. Die abnehmende Zahl der Kirchenmitglieder bleibt leider nicht folgenlos. Von ehemals drei Pastoren werden nur noch zwei Stellen in der Gemeinde verbleiben. Das bedeutet, dass die Gottesdienste nicht mehr jeden Sonntag in der eigenen Gemeinde stattfinden, sondern als Zentralgottesdienste abwechselnd auch in den Nachbargemeinden. Diese Entwicklung habe ich bereits mit meinem jüngsten Sohn festgestellt, der im Gegensatz zu seinen älteren Brüdern seine Gottesdienstbesuche für seine Konfirmation regelrecht planen muss, wenn er in Fockbek bleiben möchte.

Die Kirche bietet einen Fahrservice zu den Zentralgottesdiensten an, damit jedem der Kirchenbesuch in den Nachbargemeinden ermöglicht wird. Um dem derzeitigen Pastorenmangel in der Gemeinde zu begegnen, gibt es auch die Idee, dass Konfirmanden und Chöre Gottesdienste ohne Pastorenbeteiligung gestalten können.

Seit Ende 2018 hat Frau Moder die Aufgaben der Seniorenbeauftragten übernommen. Monatlich finden zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz und mit Unterstützung der Siedlerfrauen oder der Sozialstation Seniorennachmittage mit Kaffee und Kuchen in den Räumlichkeiten der Kirche statt. Diese Nachmittage werden mit ca. 60 Gästen gut angenommen und demonstrieren, wie wichtig die sozialen Kontakte im Alter bleiben.

Wir tauschen uns über die Schwierigkeiten aus, jüngere Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Oftmals ist sicher die Sorge damit verbunden, zeitlich zu sehr in das Ehrenamt eingebunden zu werden, sodass ein zu Beginn fest definierter Rahmen die Einsatzbereitschaft erhöhen könnte. Dabei ist es wichtig, zwischen den Institutionen – wie exemplarisch beim Seniorenkaffee -Synergien zu schaffen, um die Arbeit zu erleichtern.

Schnell ist eine Stunde vergangen und wir verabschieden uns mit dem gemeinsamen Wunsch, dass im Interesse des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Fockbek eine gute und verbindliche Kommunikation zwischen den Beteiligten stattfindet.

Ich bedanke mich herzlich bei Frau Moder für ihre Gesprächsbereitschaft und ihre ausfüllenden Ehrenämter.


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