Schulsozialdienst

Heute Vormittag bin ich mit Tanja Brommann und Frauke Leese verabredet, die von der Gemeinde Fockbek bei der Bergschule als Schulsozialarbeiterinnen angestellt sind.

Bei meiner Ankunft treffe ich Frau Leese auf dem Flur, die mich in das Büro bittet. Frau Brommann erscheint kurze Zeit später und erklärt, dass die Arbeit der Schulsozialarbeit häufig von spontanen Einsätzen geprägt ist. Und damit sind wir schon mitten im Thema.

Während Frau Leese für die Kinder im Grundschulbereich tätig ist, liegt das Tätigkeitsfeld von Frau Brommann, zunächst ab 2006 ehrenamtlich begonnen, in der Gemeinschaftsschule.

Die Arbeit des Schulsozialdienstes liegt organisatorisch und finanziell in den Händen der Gemeinde. Diese Unabhängigkeit ermöglicht es den beiden Mitarbeiterinnen, sich frei von einem Lehrauftrag um die sozialen Belange der Schüler und Schülerinnen zu kümmern.

Um einen Kontakt zu den Kindern aufzubauen und das soziale Miteinander zu fördern, findet einmal wöchentlich in Jahrgang 5 ein festes Sozialtraining mit Frau Brommann statt. Außerdem nehmen die Kinder der sechsten Klassen an einem Medientraining der Schulsozialarbeit teil. Auf diese Art und Weise wird die Vertrauensbasis geschaffen, um später bei auftauchenden Schwierigkeiten einen entsprechenden Kontakt aufzubauen.

Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel durch die Kinder und Jugendlichen und beruht immer auf Freiwilligkeit. Die Probleme können ganz unterschiedlich sein. Frau Brommann kommt mit den jungen Menschen ins vertrauliche Gespräch und bespricht mit Ihnen die Möglichkeiten, um die Situation zu verbessern. Dabei sind das Netzwerk und die Erfahrung, über die die beiden Erzieherinnen verfügen, vom großen Wert.

Frau Leese berichtet, dass sie für die Grundschulkinder Lesepausen veranstaltet. Nicht allen Kindern wird noch zu Hause vorgelesen, sodass die Kinder das Angebot gerne wahrnehmen.

In einem abwechslungsreich gestatteten Bewegungsraum wird ein Bewegungs- und Entspannungstraining durchgeführt. Frau Leeses Ausbildung zur Heilpädagogin ist hierfür ein Zugewinn.

Inzwischen klopft es an der Bürotür. Frau Brommann wird um Hilfe gebeten, und ich erlebe so, dass in unserer Bergschule das Angebot des Schulsozialdienstes sehr gut angenommen wird und zum Teil des Schulalltags geworden ist. Ich verabschiede mich von Frau Brommann und Frau Leese und bedanke mich für die Zeit, die sie sich für mich genommen haben.


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