Gleichstellungsbeauftragte

Heute bin ich mit Frau Britta Dahnke verabredet, die seit August 2017 als hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte in der Gemeindeverwaltung Fockbek angestellt ist.

Frau Dahnke hat angeboten, mich vormittags zu Hause zu besuchen und weil jetzt schon hochsommerliche Temperaturen herrschen, beschließen wir, dass wir uns auf unsere Terrasse unter den Sonnenschirm setzen.

Gleich nach der freundlichen Begrüßung berichtet Frau Dahnke über ihre vielfältige Arbeit. Ich erfahre, dass sich die Tätigkeit nicht nur auf die Beschäftigten der Gemeinde- und Ämterverwaltung beschränkt, sondern ein Angebot für alle Bürgerinnen und auch Bürger in unseren 16 Ämtergemeinden ist.

Dazu gehört die Beratung bei Fragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Konflikte am Arbeitsplatz oder im privaten Umfeld, Überlastung im familiären oder beruflichen Umfeld, Mobbing und Stalking, Weiterentwicklung der beruflichen Laufbahn, Frauenförderung, Gewalt gegen Frauen und Frauendiskriminierung.

Bei der Ausübung ihrer Arbeit ist Frau Dahnke an keinerlei Weisungen gebunden. Um gut beraten zu können, ist ein gutes Netzwerk notwendig, auf das sie ihre Gesprächspartner individuell verweist. Frau Dahnke betont, dass sie keine Rechtsberatung ausüben darf oder ersetzt, aber Lösungen auf den unterschiedlichsten Wegen aufzeigen kann.

Wenn sich jemand mit Frau Dahnke treffen möchte, finden die Termine häufig außerhalb des Rathauses statt, um eine entspannte und ungestörte Atmosphäre zu gewährleisten. Frau Dahnke, die selbst im Raum Schleswig lebt, freut sich, auf diese Art unser schönes Fockbek kennen zu lernen.

Junge Frauen und Mädchen empfinden heute oftmals keine Benachteiligung mehr gegenüber dem männlichen Geschlecht. Frau Dahnke betont jedoch, dass dieses Empfinden so manches Mal trügerisch sein kann.

Erst später beim Eintritt in das Berufsleben, in der beruflichen Laufbahn, bei einer Familiengründung mit Arbeitszeitreduzierung oder der familienbedingten zeitlichen Aufgabe der beruflichen Tätigkeit werden diese Unterschiede auch heute noch in aller Regel deutlich.

Hier setzt die Gleichstellungsbeauftragte auf eine gute Aufklärung und zeigt Absicherungsvarianten auf. Diese Informationen möchte Frau Dahnke in die Gemeinden hineintragen. Dabei wünscht sie sich, dass ihre Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragten noch stärker bekannt gemacht und als Bereicherung für unsere gemeindliche Infrastruktur angenommen wird.

Nach mehr als zwei Stunden intensiven Gedankenaustausches verabschiedet sich Frau Dahnke. Meine Eindrücke über Umfang und Wichtigkeit der Arbeit der Gleichstellungsbeauftragten in unserer Gemeinde hat sich erheblich erweitert. Als Bürgermeisterin werde ich die Arbeit von Frau Dahnke fördern und unterstützen.


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