Freiwillige Feuerwehr

Heute Abend treffe ich mich mit unserem Gemeindewehrführer Andreas Lamp im Feuerwehrgerätehaus. Ich werde herzlich begrüßt und freue mich, dass auch sein Stellvertreter Michael Baarth und der ehemalige Wehrführer Hans-Jürgen Mumm anwesend sind.

Gerne nehme ich das Angebot an, dass wir unser Gespräch mit einem Rundgang durch das gesamte Feuerwehrgebäude beginnen. Natürlich befindet sich das Interessanteste im Erdgeschoss: die Einsatzspinde mit der Feuerwehreinsatzkleidung und die Halle mit den Feuerwehrfahrzeugen.

Unsere Feuerwehr verfügt über einen Einsatzleitwagen, drei Löschgruppenfahrzeuge, einen Mannschaftstransporter und zwei Transportanhänger für die Jugendfeuerwehr und den Feuerwehrmusikzug. Mein erster Eindruck wird in jedem Detail inklusive Ausrüstung der Rüstwagen bestätigt: Hier ist alles sehr systematisch und sehr sorgsam gepflegt.

Doch das gepflegteste Material ist wertlos ohne die Menschen, die es einsetzen. In Fockbek verrichten 71 aktive Feuerwehrmännern und -frauen ihren ehrenamtlichen Dienst, von denen ca. 20 Atemschutzträger sind. Die speziell Ausgebildeten müssen regelmäßig ihre gesundheitliche Eignung und den Besuch von Fortbildungen nachweisen.

Ich darf zur Probe einen Pressluftatmer auf dem Rücken tragen und muss feststellen, dass schon die Sauerstoffflasche über ein erhebliches Gewicht von etwa 10 kg verfügt. Zusammen mit der Schutzkleidung sind die Retter mit 25 kg belastet, ein ordentliches Zusatzgewicht bei einem Einsatz in einem brennenden Gebäude. Ich bin beeindruckt, dass auch Frauen diese Aufgabe wahrnehmen und erfahre, dass Atemschutzträger immer gesucht und gefragt sind.

Bei großer Rauchentwicklung hat sich der Gebrauch einer Wärmebildkamera bewährt, um Menschen orten zu können. Ich habe als Test einmal mit meiner Hand auf einen Sitz gefasst und konnte dann die verbliebene Fingerwärme deutlich durch die Kamera erkennen.

Zu den Aufgaben der Feuerwehr gehört auch die Rettung aus Fahrzeugen bei Verkehrsunfällen. Diese Situationen sind psychisch besonders belastend. Nach jedem Einsatz setzen sich daher die Rettungskräfte zusammen, tauschen sich aus und achten darauf, dass bei Bedarf die professionelle Feuerwehrseelsorge hinzugezogen wird.

Aktive und engagierte Mitglieder sind bei der freiwilligen Feuerwehr immer willkommen. Es ist jedoch auch möglich und gewünscht, die Feuerwehr passiv mit einer Mitgliedschaft zu unterstützen, www.feuerwehr-fockbek.de.

Während unseres Gesprächs kommen weitere Feuerwehrmänner hinzu, und so erlebe ich die Freundlichkeit und das gute Miteinander in der Mannschaft.

Die Leidenschaft und Professionalität, mit der die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr ihr Ehrenamt ausfüllen, ist bemerkenswert und offensichtlich. Ich gehe stark beeindruckt nach Hause. Mein herzlicher Dank gilt Andreas Lamp, Hans-Jürgen Mumm und Michael Baarth für die Fülle an Informationen in sympathischer Atmosphäre und der gesamten Mannschaft für deren Einsatz.


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